With Internet Down South

Nach drei Tagen in der Hauptstadt sollte es aber schließlich wieder weitergehen. Ralf, Yvonne und ich hatten beschlossen in den Süden des Landes zu reisen. Jonny und James schlugen gleich die Richtung nach Battambang ein, weil sie nicht mehr viel Zeit in Asien hatten. Corine und Tom fuhren direkt nach Siem Reap. Unsere Abfahrt war mal wieder etwas chaotisch, da Yvonne noch nicht wieder im Hostel war als wir abgeholt wurden. Ralf und ich machten uns etwas Sorgen, entschlossen uns dann aber selber loszufahren, wir hatten schließlich für die Tickets bezahlt. Auch Jonny und James waren noch nicht wieder da und so waren wir schon etwas traurig uns nicht wirklich von unseren Gefährten verabschieden zu können. Wie es diese traurige Stimmung so wollte, fing es in Strömen an zu regnen und im allerletzten Moment tauchten die Vermissten dann an der Bushaltestelle auf. Schon komisch, dass man all die netten Leute, die man auf seinem Weg trifft auch wieder gehen lassen muss. Keine Ahnung, ob ich den Australier James jemals wiedersehen werde.

Nichtsdestotrotz ging es für uns nun aber in den Süden. Wir konnten es absolut nicht glauben, dass unser Minibus mit Internet ausgestattet war. Waren wir nicht in dem ärmsten Land in Südostasien? Selbst in den anderen Ländern war mir das noch nicht begegnet. Die Straße war unglaublich gut und wir fuhren mit ungefähr 80 km/h durch die Landschaft und vertrödelten die Zeit mit dem luxuriösen Internet unseren Büchern und netten Unterhaltungen. Die Zeit verflog. Der Fahrstil des Fahrers entsprach aber dem eines typischen Asiaten, vielleicht benutzte er seine Hupe nicht ganz so häufig wie andere in Vietnam.

Der Hygienestandard in Kambodscha entspricht definitiv nicht dem Vietnamesischen. Das Essen an der „Raststätte“ sah nicht wirklich appetitanregend aus, es wimmelte von Fliegen und roch doch sehr komisch.