Back to Backpacking

Grant war also abgereist. Ich verweilte noch ein bisschen am Pool des schönen Hotels und machte mich dann auf dem Weg Richtung eines günstigen Hostels. Ich fragte einen Jungen Indonesien von der Straße wie ich denn am besten dort hinkommen würde. Er meinte, dass es weit weg sei, aber ich machte mich natürlich trotzdem zu Fuß auf den Weg.

Ich folgte seiner Wegbeschreibung und als ich in die kleine Gasse abseits der Haupttouristenstraße abbog, war ich wieder zurück in meiner asiatischen Version des Reisens. Dort sah es dann wirklich wieder anders aus und man konnte sehen wie die Menschen hier wohnten. Sie saßen vor ihren kleinen Häusern und Hütten und ich lächelte vielen von ihnen im vorbeilaufen zu. Sie waren so absolut freundlich, vielleicht sogar die Freundlichsten, denen ich bisher hier in Asien je zuvor begegnet war. Nach knapp einer halben Stunde Fußmarsch war ich dann auf der etwas größeren Hauptstraße angekommen, wo sich mein Hostel befinden sollte. Das Mädel vom Empfang sprach super Englisch und wir quatschten schließlich für eine Weile. Sie empfahl mir ein schräg gegenüberliegendes balinesisches Restaurant, ansonsten gab es nicht viele Optionen in der Gegend.

Als ich es schließlich schaffte die viel zu befahrene Straße zu überqueren, der Verkehr auf Bali ist wirklich viel zu enorm, schlenderte ich ins Restaurant, lächelte den Angestellten entgegen, welche mich ebenfalls mit einem großen Lächeln begrüßten, ich hatte mich als einzige Nichtindonesierin dorthin verirrt, und suchte mir einen netten Plastikstuhl. Schließlich wurde mir die Speisekarte gebracht und aus Reflex gab ich dem Kellner zu verstehen, dass er in einigen Minuten wiederkommen könnte. Er nickte etwas schüchtern und konnte wohl nur erahnen was ich ihm mitteilte. Naja, alles war dann schließlich auf Indonesisch, lediglich mit den Begriffen Nasi Goreng und Nasi Campur konnte ich zu diesem Zeitpunkt etwas anfangen. Eine nette Indonesierin vom Nachbartisch, die dort mit ihrer Tochter aß, schaute amüsant zu mir hinüber, da ihr wohl bewusst war, dass ich absolut keine Ahnung von den Gerichten hatte. Sie sprach gutes Englisch und erkundigte sich nach meinen Vorstellungen und empfahl mir dann etwas sehr Köstliches, dessen Namen ich allerdings schon vergessen hab. Es handelte sich um Reis, Auberginen, merkwürdige Erdnusscracker und Spinat. Eine scharfe Sauce wurde auf einem kleinem extra Teller serviert. Alles sehr lecker, aber die Sauce war viel zu scharf für meinen Geschmack.