Tubing in Vang Vieng

Der Hauptgrund, weshalb wir Sashi dazu bringen konnten mit uns weiter nach Vang Vieng zu reisen, war das Tubing, das man dort machen kann. Nachdem wir über unsere Tickets an einen der unzähligen Touristenbüros gebucht hatten, wurden wir mit einem kleinen Bus drei Kilometer aufwärts Richtung des Flusses gebracht. Wir gingen auf Nummer sicher und nahmen sicherheitshalber auch Rettungswesten mit, wurden aber von den anderen Insassen des Busses schräg angeguckt, da diese natürlich cooler waren und keine hatten.

Bevor es dann in den Fluss ging schnappten wir uns noch schnell ein Bierchen hüpften in den großen schwarzen Reifen, der schon mit weißer Farbe gesprüht war, um die undichten Stellen wohl zu verbergen und machten es uns bequem. Natürlich war die Flussfarbe nicht türkis sondern braun, aber das störte uns keinesfalls. Wir waren gut mit Sonnencreme eingeschmiert und auf ging es.

Die Strömung im Fluss war nicht sonderlich stark, da im April die trockenste Zeit ist und der Fluss nicht sonderlich viel Wasser beinhaltete. Es war ein Traum. Der Fluss schlängelte sich an riesigen steilen Bergen vorbei. Es war grün und die Sonne scheint uns ins Gesicht. Wir ließen unsere Füße im Wasser baumeln, klemmten unser Bier zwischen die Beine und trieben mit unbekannten anderen Touristen flussabwärts. Irgendwann kamen wir zu einer Stelle, wo uns einige Einheimische zuriefen: „Beerlao?!“ Wir bemerkten, dass es dort eine Bar für die Touristen gab, an der man in der Sonne Volleyball oder Tischtennis spielen konnte, oder einfach nur in einer Hängematte die Sonne und die Aussicht genießen konnte. Wir verweilten und lernten viele andere nette Reisende kennen, man war ja irgendwie eine Gemeinschaft.

Später ging es dann weiter. Teilweise wurde die Strömung etwas stärker und man konnte die Steine im Untergrund spüren. Als gefährlich haben wir es jedoch nicht wahrgenommen, da man auch in der Ferne überall Touristen in Reifen sehen konnte. Der Fluss schlängelte sich weiter durch die bezaubernde Landschaft. Wir konnten Laoten beim Fischfang beobachten und ab und an kam ein Motorboot entlang gefahren. Die Sonne verschwand irgendwann hinter den hohen Bergen und verwandelte die Landschaft von grün in ein schönes blau. Teilweise mussten wir dann schließlich doch etwas mit unseren Flip Flops in den Händen zu paddeln versuchen, da die Strömung dort nicht zu stark war, aber es war einfach toll.