Bangkok Round 2

Die Reise ging weiter. Nach fünf Tagen in Siem Reap machte unsere kleine Gruppe sich auf in Richtung Bangkok. Liz sollte am nächsten Tag nach Indien zu ihrem Freund fliegen. Jeltsje sollte am kommenden Wochenende nach fünf Monaten Reisen zurück nach Holland fliegen. Ralf hatte Thailand noch gar nicht gesehen und wollte so noch einige Tage dort verbringen bevor er sich auf den Weg nach Chiang Mai und co. in den Norden des Landes machen wollte und Nariman und ich wollten im Anschluss runter in den Süden des Landes, genauer gesagt nach Koh Tao.

Nach zehn Stunden im Minibus erreichten wir also endlich Bangkok. Es waren lediglich 400km, die wir zurückgelegt hatten. Unser Fahrer fuhr allerdings mit anderen Fahrern zusammen und hielt an unzähligen Orten, um etwas zu pausieren. Er brachte uns jedoch direkt zur Khao San Straße in Bangkok, dem Viertel für Rucksacktouristen. So führte ich unsere Gruppe zum Lamphu House, meiner allerersten Unterkunft in Asien. Es war so ein absolut komisches Gefühl. Dort war alles angefangen. Mir wurde bewusst, wie viel in diesen zwei Monaten einfach passiert war. Man hat so viel gelernt, gesehen, gehört, geschmeckt und erlebt und dann stand man doch dem Anschein nach an derselben Stelle.

Wir hatten Glück und das Lamphu House hatte noch Platz für uns fünf, wir konnten sogar alle in einem Zimmer schlafen, eine gemeinsame letzte Nacht. Es war schon etwas traurig zu realisieren, dass sich die Wege am nächsten Tag wieder trennen sollten. Zuvor machten wir uns jedoch noch auf zu einem letzten gemeinsamen Abendessen. So passierten wir all die ganzen Läden und Stände, die mir alle noch präsent waren. Wir genossen unser Thaicurry und freuten uns über die günstigen Preise in Thailand, im Vergleich zu Kambodscha und Vietnam waren es wirklich enorme Unterschiede. Später schlenderten einige von uns noch kurz über die Khao San Straße. Wir waren schon ziemlich geschlaucht vom ganzen Tag, dennoch waren wir ja in Bangkok und da musste man das glaub ich einfach nochmal machen. So kam ich auch zu meinem neuen Lieblingskleidungsstück, einem wunderbaren Batik-Sarong, also einem Tuch, das man sowohl als Kleid, Schal oder desgleichen tragen kann. Die Frau von der ich diesen gekauft hatte, lies jedoch leider nicht all zu viel Verhandlungsspielraum.

Was mich wohl am meisten bei diesem Zwischenstopp überrascht hat, war dass sich alles enorm schnell verändert hat. Es waren ja bloß zwei Monate vergangen und dennoch gab es an einer Ecke einen neuen Starbucks, einen neuen Subway, neue Schilder und die Khao San Straße wurde meines Erachtens auch neu gepflastert, obwohl ich mir bei Letzterem nicht zu 100% sicher bin. Wahnsinn wie schnell das hier alles geht.