Rain in Krabi

Von Koh Tao ging es dann also nach Krabi. Ich fand es sehr angenehm nun wieder einmal alleine weiterzureisen, kann man so das Ganze doch ein bisschen besser verarbeiten und war ich jetzt ja seit Wochen immer mit zumindest einer anderen Person unterwegs. Leider lies uns der Bus in Krabi an einem etwas entfernten Busbahnhof raus und so musste man nochmal 200 Baht für die Taxifahrt zum Ao Nang Strand bezahlen. Ich und eine vietnamesische Texanerin teilten uns im sogenannten VIP Hotel ein Zimmer und aßen am Abend in so einem Straßenrestaurant zu Abend, bei mir stand mal wieder Gemüsecurry, Reis und Cola auf der Speisekarte. Von dem super Internet in unserem Zimmer werde ich wohl noch einige Wochen träumen. Am nächsten Morgen wechselte ich dann allerdings die Unterkunft, hatte ich am Abend eine weitere Unterkunft auf der anderen Straßenseite gesehen, wo eine Nacht nur die Hälfte davon kosten sollte von dem, was ich zuvor bezahlt hatte.

Mir wurde ja schon vorher berichtet, dass der Juni nicht wirklich die beste Reisezeit für Südthailand ist und dass es besonders an der Westküste viel regnen würde. Dieses konnte ich dann auch am eigenen Leib erfahren. Der dunkelgraue Himmel sah neben den riesigen Limestone Felsen schon sehr malerisch aus, aber weiß man nie genau wie viel und wie lange es dann nun regnen würde. Während meines Erkundungsspaziergangs runter zum Strand musste ich an den zahlreichen Souvenirshops immer wieder Halt einlegen, um die Dinge in meinem Rucksack vor dem Wasser zu beschützen, einen Regenbezug oder ähnliches hatte ich nicht. Ich bemerkte allerdings, dass man mit Musik in den Ohren in absoluter Ruhe durch die Shops stöbern konnte. Normalerweise springen die V erkäufer ja auf, noch bevor man den ersten Schritt in ihren Laden gesetzt hat. Zu den Beatles hatte ich dann meine Ruhe, konnte ich ja nicht verstehen, was sie mir zuriefen. Ich lächelte sie dann nur an.

Unten an der Strandpromenade suchte ich mir dann ein nettes Café, bestellte mir einen Kaffee, ein Frenchtoast und Früchte und verbrachte einige Zeit mit Joseph Hellers Catch 22, ein Buch über den zweiten Weltkrieg, dass kurz nach Kriegsende publiziert wurde. Aber auch nach einigen Stunden änderte sich das Wetter nicht. Eigentlich wollte ich von Krabi aus zu der Insel Phi-Phi oder dem Railey Strand , aber was sollte man denn bei Regen an einem Strand? Deswegen änderte ich mal wieder spontan die Reisepläne und kaufte mir ein Ticket nach Penang, dem Silicon Valley von Malaysien.