The Golden Triangle

Und irgendwann war es dann soweit. Ich konnte es kaum glauben, aber ich war anscheinend in Chiang Saen angekommen. Raus aus dem Bus, Rucksack aufgeschnallt und eh ich mich versah wurde mir schon wieder ein Eimer Wasser über den Kopf gekippt. Anscheinend war das Neujahresfest immer noch nicht vorbei. Ich hatte nun allerdings gar keine Ahnung in welche Richtung ich gehen sollte, da in meinem Reiseführer keine Karte vorhanden war. Es gab dort auch nur zwei Schlafplätze und es hieß, dass es nicht viele Gasthäuser in der Stadt gibt. Glücklicherweise half mir ein netter Polizist weiter und zeigte mir den Weg Richtung. Die Frau von der Unterkunft war jedoch selber grade in der Stadt unterwegs und keiner konnte Auskunft darüber erteilen, ob es noch freie Betten gibt. Nagut, dann warte ich einfach, dachte ich. Mir war bloß nicht sonderlich wohl bei der Sache, da die Sonne bald untergehen

würde. Ich machte es mir auf dem Bordstein vor dem Gästehaus neben so einem Essenswagen bequem, wartete und beobachte den Trubel auf der Gehstraße. Schließlich gesellten sich zwei Thais zu mir, die ebenfalls auf die Dame von der Unterkunft warten. Der eine war mit dem Auto hier und holte seine Isomatte aus dem Kofferraum, der andere holte die Kühlbox mit Bier, Whiskey und Cola. Obwohl die Situation schon sehr nett war, konnte der eine auch noch perfekt Englisch sprechen. Normalerweise wohnt er in der Nähe von Bangkok und verdient sein Geld als Touristenführer. Er war wirklich sehr gesprächig und man konnte eine Menge an Insider Informationen über das Land bekommen. Besonders interessant fand ich, dass er früher selber einmal Mönch gewesen ist und über seine Erfahrungen erzählt hat. Nachdem die Frau von der Unterkunft schließlich kam und wir, glücklicherweise, ein Zimmer bekamen, bot mir der „Mönch“ an, kurz mit seinem Auto zum Golden Triangle zu fahren.

Ich hatte schon davon gehört, dass es der Ort ist, an dem sich Thailand, Laos und Burma treffen. Normalerweise würde ich natürlich nicht zu Fremden ins Auto steigen, aber da ich mich schon einige Stunden mit dem “Mönch“ unterhalten hatte und er es erst später anbot, mit mir dorthin zu fahren, gab ich mein ok. Der Name des Ortes klingt jedoch spannende als es ist. Es war mittlerweile schon etwas schummrig, sodass man nicht mehr ganz so viel sehen konnte. Aber dennoch konnte man die Lichter auf der anderen Seite des gewaltigen Grenzflusses namens Mekong sehen.