Rainy Cat Ba Island

Schnell entschieden wir uns allerdings dafür dem Trubel der sechs Millionen Stadt Hanoi zu entkommen. Die Reise ging Richtung der Kalkstein Insel Cat Ba. Dies ist die größte Insel in der Halong-Bucht im Norden von Vietnam. Dort befindet sich ein Nationalpark und die Landschaft sollte toll sein. Bus und Fähre brachten uns schließlich in die 12.000 Einwohner große Stadt Cat Ba City, die größte Stadt der Insel. Leider hätte das Wetter etwas besser sein können, man merkte, dass die Regenzeit näher rückte. Graue Wolken standen oft am Himmel.

Wir quartierten uns in ein vierzehn Personen Hostel Zimmer ein und lernten schnell viele andere nette Reisende kennen. Franzosen, Holländer und Amerikaner waren zu unserer Zeit grade dort.

Nach der ersten Nacht in diesem riesigen Zimmer mit einem schrecklich dreckigen Badezimmer, machten eine Engländerin und ich uns auf in Richtung Strand. Wir hatten beide noch keinen einzigen Strand auf unserer Reise gesehen, da wir ja aus Richtung Inland gereist kamen. Das Wetter war leider wirklich schlecht. Als wir am Beach No.2 ankamen, fing es an zu regnen. Passend zum Wetter stellte sich bei mir auch das erste ungute Gefühl in der Magengegend ein. Es war sehr unschön. Die Klofrau wollte gar kein Geld von mir haben, als sie mich, die schrecklich erkrankte Europäerin sah. Auch der Strandjunge, der Geld für Liegen kassierte, wollte unser Geld nicht. Alle schauten doch sehr schockiert drein, was mit mir los sei. Ein Einheimischer gab mir schnell irgendwelche Pillen, als die Situation sich verschärfte. Um die Situation einfach irgendwie zu verbessern, schluckte ich seine braunen, kostenlosen Pillen.

Wie dem auch sei, nach einer gefühlten Ewigkeit unter dem Regen auf unseren Liegen am Strand, kam ich wieder zu mir. Schon witzig, wie wir uns kostenlos zu so tollen Plätzen verhelfen konnten. Es folgten interessante Geschichten aus England in Kombination mit dem Blick auf einen verregneten menschenleeren Strand.

Die Zeit auf der Insel blieb jedoch im Sinne des schlechten Wetters. Im Gegenzug waren die Leute aber unglaublich nett und so gestalteten sich die Tage im Regen dadurch, dass man gemeinsam in einen der vielen Restaurants zusammen günstige Austern aß (ich nicht), Bier trank und interessante Unterhaltungen führte.