Zwischen Bügeln, Wäschewaschen und Weihnachtsmusik hören musste ich feststellen, dass mein Deutsch doch etwas am Einrosten zu sein scheint. Also los geht, Maßnahmen braucht das Leben!

Freitagabend, ich klemme mich hinter ein paar Leute auf der Oxford Street, so kommt man nämlich schneller voran und muss sich nicht selber durchboxen. Das selbe Schema funktioniert auch sonst ganz gut, man sucht sich jemanden der etwas richtig gut macht und läuft mal ein bisschen hinter her.   

Daraufhin folgen die gewohnten Versuche die eigenen Gedanken zu bändigen. Ich sage mir immer wieder, pass auf was du denkst liebe Finja. Früher oder später stelle ich wieder fest, dass sie eh ihren eigenen Lauf gehen. Gedanken sind irgendwie unberechenbar, aber wem erzähle ich hier was Neues.

Und so hinkt mein Verstand dann wie gewohnt einfach hinterher, immer in der Hoffnung, dass das was man verstehen soll schon ganz von allein kommt. Doch wie die weiteren Regeln im Inneren bei mir dann abgehen um verschiedenartig neue Gedanken abzuspeichern, hier ist dann ein weiteres großes Fragezeichen einzufügen.

Ist dem Leser ein tolles Beispiel gefällig? Ich warte auf die Bahn, stehe mitten im Gedrängel. Ich weiß gar nicht woher es kommt, doch im nächsten Augenblick hat mich eine Wolke von schwarzer Energie eingenommen. Ich halte mir den Schal vor die Nase und schließe die Augen. Kann man sich so von der Außenwelt abkapseln? Wohl ein bisschen, doch sofort denke ich "Hm, da hast du grad wohl wieder ein bisschen Karma in die Welt gesetzt."

Ist es an dieser stelle wo man sich der Multidimensionalität bereichern sollte? Na gut, probiere ich mal und stell mir einfach vor ich liege am Strand in Costa Rica oder galoppiere auf dem Pferderücken über weite Felder. Ist dies wofür unser Verstand eigentlich geschaffen ist? Verstand ist ein zu altmodisches Wort für dich, probiere es mit Mind aus der trendingen Mindfulness Bewegung?

Fuer was ich die Wochenenden zur Zeit genieße? Für die Freiheit. Die Freiheit alles so zu gestalten wie ich mag. Ich plane nicht sonderlich viel, außer irgendwie auf ein gewisses Maß von Happiness zu gelangen. Klingt makaber, ist aber so.

Also gut, ansetzen bei den kleinen Freuden des Lebens, heute morgen hab ich mich schon an einem Tornado in der Badewanne erfreut. Ihr wisst schon, wenn man den Stöpsel zieht. Ich fand’s echt toll. Immer dieses wiederkehrende Schema in der Welt. Anderes Beispiel? Spiraltreppen.

Ansonsten versuche ich mir eine Denkweise anzueignen, die stets immer ganz klare Abstriche beinhaltet. Also zum Beispiel, wenn ich etwas Bestimmtes erreichen will, was muss ich tun und was muss ich bleiben lassen. Wie gesagt, auf diesem Gedankenstrang herrscht zur Zeit aber noch Baustelle.